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Heizöl - richtig gemessen und abgerechnet


Wer sich beim Heizölkauf vor einer möglichen Mindermenge schützen will, sollte über den Messvorgang bestens informiert sein. Es lohnt sich für unehrliche Tankwagenfahrer, mehr abzurechnen als abzugeben. Zum besseren Verständnis hier einige Informationen:



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  Wie wird richtig gemessen?
Das Heizöl wird mittels einer Pumpe aus dem Tankwagen über einen Gasmessverhüter durch einen Zähler über den Schlauch und die Zapfpistole in den Heizöltank des Kunden gepumpt.
Im Gasmessverhüter werden in der Flüssigkeit vorhandene Lufteinschlüsse ausgeschieden, bevor sie in den Zähler gelangen. Bei Lufteinbruch (z.B. bei vollständiger Entleerung der Tankkammer) wird der Messvorgang unterbrochen. An den Schaugläsern der Messanlage ist der ordnungsgemäße Tankvorgang zu überwachen. Vor und während des gesamten Tankvorgangs muss hier stets rotes Heizöl sichtbar sein.


Was schreibt der Gesetzgeber vor?
Messgeräte zur Bestimmung des Volumens müssen geeicht sein, wenn sie im geschäftlichen Verkehr verwendet oder bereitgehalten werden. Im Interesse eines lauteren Wettbewerbs und zum Schutz der Verbraucher schreibt der Gesetzgeber unter anderem vor:

Bei der Abgabe von leichtem Heizöl im geschäftlichen Verkehr ist das Volumen auf 15 °C umzurechnen und der Heizölabrechnung zugrunde zu legen.
Die Umrechnung des bei Betriebstemperatur gemessenen Volumens darf mit der Messanlage automatisch oder manuell erfolgen. Bei unterschiedlichen Abgabetemperaturen, d.h. Sommer wie Winter, schafft die Umrechnung eine einheitliche Verrechnungsbasis.

Heizöl verändert mit der Temperatur sein Volumen. 1000 Liter Heizöl dehnen sich bei einem Temperaturanstieg von z.B. 15 °C auf 25 °C um 8,4 Liter aus.
Bei der manuellen Berechnung des Bezugsvolumens muss mit einem geeichten Thermometer in unmittelbarer Nähe des Zählers die mittlere Temperatur bestimmt werden. Auf dem Lieferschein sind in diesem Fall zu dokumentieren:

- das gemessene Betriebsvolumen (am Zähler)
- die gemessene mittlere Betriebstemperatur
- der Umwertefaktor für Heizöl EL (0,00084/°C)
Worauf ist zu achten?
Die Eichbehörde empfiehlt:
- Bleiben Sie bei jeder Mineralölanlieferung anwesend. Überwachen Sie den Messvorgang.
- Kontrollieren Sie am Eichstempel und der zusätzlichen Angabe „Geeicht bis ..... ” die Gültigkeit der amtlichen Eichung.
- Prüfen Sie vor der Messung, ob das Zählwerk auf Null gestellt wurde und die Messung mit Null beginnt.
- Überprüfen Sie während der Messung die blasenfreie Abgabe. Im Schauglas des Gasmessverhüters muss immer Heizöl sichtbar sein. Die übrigen Schaugläser müssen vollständig gefüllt sein. Lufteinschlüsse machen sich immer durch Eintrübung bemerkbar.
- Stellen Sie sicher, dass der Lieferschein in Ihrer Anwesenheit ausgedruckt wird und das angegebene Volumen auf die Bezugstemperatur von 15 °C umgerechnet wurde.
Beispiel für einen Bondruck:

Datum: 20.01.1995
Messstelle: 001 122 *
Lfd. Nr.: 00757 *
Produkt: Heizöl EL *
Basistemperatur to: 15 °C *
Messmenge Vo bei to: 6480 l *
(* geforderte eichtechnisch relevante Angaben)

- Rechnen Sie bei Messanlagen ohne automatische Mengenumwertung die Angaben des Lieferanten nach. Die Berechnung erfolgt gemäß der Formel:

V0 = VBetrieb × [1 + 0,00084 × (15°C - tBetrieb)]
tBetrieb = Temperatur während der Abgabe
VBetrieb = Am Zähler abgelesenes Volumen


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Infoblatt zum Thema:

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Informationsblatt "Heizöl - richtig gemessen und abgerechnet"
(PDF, 1615 KB)

 



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