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Richtig gemessen und abgerechnet: Messgeräte für Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme


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Eichpflicht für Messgeräte
Messgeräte für Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme sind die zahlenmäßig größte Gruppe eichpflichtiger Messgeräte. Durch die steigenden Kosten für Energie und Rohstoffe ist die korrekte Anzeige dieser Messgeräte innerhalb vorgeschriebener Fehlergrenzen von großer wirtschaftlicher Bedeutung.

Eichung und Überwachung
Nach dem Eichgesetz (EichG) müssen Elektrizitäts-, Gas-, Wasser- und Wärmezähler geeicht sein, wenn sie im geschäftlichen Verkehr* verwendet oder bereitgehalten werden. Die Eichung dieser Geräte erfolgt überwiegend durch staatlich anerkannte Prüfstellen für Messgeräte für Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme. Dies sind Einrichtungen, z.B. bei Versorgungsunternehmen oder Herstellern, die im Bereich der Versorgungswirtschaft als „Beliehene Unternehmen“ unter Aufsicht der Eichbehörden staatliche Aufgaben übernommen haben.

Die Verwendung ungeeichter Zähler im geschäftlichen Verkehr kann als Ordnungswidrigkeit von der zuständigen Behörde verfolgt und mit erheblichen Geldbußen geahndet werden.

Wer ist verantwortlich, die Messgeräte eichen zu lassen?
Verantwortlich ist der, der die Messgeräte im geschäftlichen Verkehr* verwendet oder bereithält. Auf die tatsächlichen Eigentumsverhältnisse kommt es dabei nicht an. Wenn Sie also über einen Zähler mit Ihrem Mieter oder Untermieter dessen Verbrauch an Energie oder Wasser abrechnen, sind Sie verpflichtet, diesen Zähler eichen zu lassen. Die Eichpflicht kann nicht durch vertraglich gefasste Vereinbarungen zwischen den Vertragspartnern umgangen werden. Entsprechende Bestimmungen finden Sie z.B. in der Heizkostenverordnung und im Eichgesetz.

*Geschäftlicher Verkehr bedeutet auch die Abrechnung von Energie oder Wasser mit Hilfe von Zählern zwischen Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG)/Vermieter und Wohnungseigentümer/Mieter oder zwischen dem Kleingartenverein und seinen Mitgliedern.



Wie lange gilt die Eichung?
Auf einem geeichten Messgerät befindet sich ein Hauptstempel auf dem u.a. eine zweistellige Jahreszahl steht. Zählt man zu dieser Jahreszahl die entsprechende Eichgültigkeitsdauer (siehe Tabelle) hinzu, ergibt sich das Jahr, in dem das Messgerät erneut zur Eichung ansteht.

Nachfolgend ist die Eichgültigkeitsdauer für einige Zählerarten als Beispiel aufgeführt:

Wärmemengenzähler   5 Jahre
Warmwasserzähler  5 Jahre
Kaltwasserzähler  6 Jahre
Balgengaszähler (G 6 und kleiner)  8 Jahre

 Elektrizitätszähler mit: 
    a) elektronischem Messwerk 
    b) Induktionswerk (mit Läuferscheibe)

 
a)   8 Jahre
b) 16 Jahre

Aber: Die Eichgültigkeitsdauer der Zähler kann verlängert werden, wenn die Messrichtigkeit der Zähler noch vor Ablauf der Frist durch eine Stichprobenprüfung nachgewiesen wird.

Wie verläuft eine solche Stichprobenprüfung?
Die Verlängerung der Eichgültigkeitsdauer mit Hilfe einer Stichprobenprüfung beträgt je nach Messgeräteart 3 bis 5 Jahre. Diese Stichprobenprüfungen dürfen nur durch die Eichbehörden bzw. die staatlich anerkannten Prüfstellen durchgeführt werden. Zähler, deren Eichgültigkeitsdauer durch eine Stichprobenprüfung verlängert wurden, erhalten keinen neuen Hauptstempel. Das heißt, ist bei einem Messgerät anhand des Hauptstempels die Eichgültigkeitsdauer abgelaufen, so kann es dennoch sein, dass das Messgerät im Zuge der Stichprobenverlängerung weiterhin als „gültig geeicht“ gilt.

Was kann ich tun, wenn ich glaube, dass ein Zähler nicht richtig misst?
Eine sogenannte Befundprüfung kann von jedem, der ein nachweisbar wirtschaftliches Interesse hat, beantragt werden. Bei dieser Prüfung wird festgestellt, ob das Messgerät innerhalb der Toleranzen den eichrechtlichen Vorschriften entspricht. Die Prüfung ist kostenpflichtig.

Was bedeuten die Kennzeichen auf den Messgeräten?
Die geeichten Messgeräte werden mit einem Hauptstempel gekennzeichnet. Der Hauptstempel wird entweder von der Eichbehörde oder einer staatlich anerkannten Prüfstelle angebracht. Die Jahresbezeichnung ist zweistellig und zeigt an, wann das Messgerät geeicht wurde. Im Weiteren können die Eichbehörden anhand einer Ordnungsnummer die auf dem Hauptstempel angegeben ist ermitteln, in welcher staatlich anerkannten Prüfstelle oder von welcher Eichbehörde das Messgerät geeicht wurde.

Wie ist es mit der Genauigkeit von Messgeräten die bereits 10, 20 und mehr Jahre alt sind?
Auch bei diesen älteren Messgeräten, insbesondere bei Elektrizitätszählern, können Sie davon ausgehen, dass sie aufgrund zuverlässiger Technik über die Jahre nicht an Messgenauigkeit (siehe Stichprobenverfahren) verloren haben.

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Infoblatt zum Thema:

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Infoblatt "Richtig gemessen und abgerechnet: Messgeräte für Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme"
(PDF, 1035 KB)

 



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Infoblatt zum Thema:

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"Eichpflicht für Elektrizitätszähler"
(PDF, 150 KB)

 



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